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Eternitplatten, Fassadenplatten oder Floor-Flex entsorgen? Hier stehen die Regeln für Witten: Verpackung, Annahmestellen, Kosten – und wann zwingend ein Fachbetrieb ran muss.
Entsorgung anfragenAsbesthaltige Abfälle laufen unter der Abfallschlüsselnummer AVV 17 06 05 („Dämmmaterial und asbesthaltige Baustoffe") und unterliegen strengen Regeln aus Gefahrstoffverordnung und TRGS 519. Das bedeutet konkret: kein Hausmüll, kein normaler Bauschutt-Container, kein Zwischenlagern im offenen Anhänger – und niemals Platten brechen oder werfen, denn genau dabei werden die krebserzeugenden Fasern frei.
Für Kleinmengen aus Privathaushalten ist im Ennepe-Ruhr-Kreis die AHE zuständig. Das Wertstoffzentrum in Witten nimmt Asbest- und Mineralfaserabfälle gegen Gebühr an:
| Punkt | Detail |
|---|---|
| Annahmestelle | AHE-Wertstoffzentrum, Bebbelsdorf 73, 58454 Witten |
| Telefon | 02335 84577-51 (vorher anrufen – Anmeldepflicht!) |
| Bedingungen | Nur staubdicht verpackt (Big Bag / PE-Folie ≥ 0,2 mm), Menge vorher anmelden |
| Kosten | Gebühr nach Menge; Deponierung liegt marktüblich bei ca. 100–300 €/Tonne zzgl. Big Bags (20–50 €/Stück) |
Aber Achtung: Die Abgabe von Kleinmengen setzt voraus, dass das Material bereits fachgerecht demontiert und verpackt ist. Genau da liegt der Haken – die Demontage selbst ist für Privatpersonen in fast allen Fällen nicht zulässig. Praktisch heißt das: Ab mehr als ein paar losen, unbeschädigten Platten führt der legale Weg über einen TRGS-519-Fachbetrieb, der Demontage, Verpackung, Transport und Entsorgungsnachweis aus einer Hand liefert.
Fachbetrieb für Entsorgung anfragenBei Beauftragung eines Fachbetriebs ist die Entsorgung normalerweise im Sanierungspreis enthalten (20–45 €/m² für Demontage + Entsorgung). Sie erhalten dann auch den Entsorgungsnachweis – wichtig als Beleg für Behörden, Käufer und Versicherung.
Kleinmengen aus dem Privathaushalt: ja, nach Anmeldung und korrekt verpackt. Der Transport sollte in geschlossenen Behältnissen erfolgen. Für größere Mengen und gewerbliche Abfälle gelten Nachweispflichten – das übernimmt der Entsorgungsfachbetrieb.
Asbestabfälle werden auf zugelassenen Deponien in speziellen Abschnitten dauerhaft abgelagert und abgedeckt. Ein Recycling ist nicht zulässig.
Nicht anfassen, nicht bewegen, nicht zerkleinern. Machen Sie Fotos und stellen Sie eine Anfrage – Sie bekommen innerhalb von 24 Stunden eine Einschätzung, ob es sich um Asbestverdacht handelt und was der günstigste legale Entsorgungsweg ist.
Beschreiben Sie kurz Material und Menge – wir sagen Ihnen kostenlos, welcher Weg legal und am günstigsten ist.
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